您的浏览器禁用了JavaScript(一种计算机语言,用以实现您与网页的交互),请解除该禁用,或者联系我们。 [德国阿登纳基金会]:泰国沃登瓦伦 - 发现报告

泰国沃登瓦伦

2026-02-06 德国阿登纳基金会 记忆待续
报告封面

LänderbüroThailand Richtungswechsel oder StatusQuo?Thailand vor den Wahlen Dr.Angelika Klein Am 8. Februar 2026 wird in Thailand eine neue Regierung gewählt, weniger als drei Jahre seit demletzten regulären Urnengang. Notwendig wurden die vorgezogenen Neuwahlen durch dieAmtsenthebung vonPremierministerin Paetongtarn Shinawatra im August 2025, in deren Folge eineMinderheitsregierung unter Anutin Charnvirakul, dem dritten Premierminister seit 2023,geschäftsführend und befristet die Geschicke übernahm.1Diese Zeit geht nun zu Ende–am 12. Wer wählt was–und wie? Verfahren und Wählerstruktur Die thailändische Nationalversammlung besteht aus zwei Kammern, von denen das Oberhaus, derSenat, erst im Jahr 2029 zur Neubildung ansteht. Gewählt wird das Unter-bzw.Repräsentantenhausmit insgesamt 500 Sitzen. Diese werden über zwei Stimmen vergeben: 400 über Direktmandate imWahlkreis und die restlichen 100 über eine Parteienliste. Einen Mindestanteil für den Einzug der Eine Sperrklausel hingegen besteht für die Nominierung desPremierministers: So darf eine Partei nurdann Kandidaten für dieses Amt vorschlagen, wenn sie mindestens5 % der Sitze imRepräsentantenhausgewonnen hat (was aktuell25 Abgeordnetenentspricht). Um schließlich gewähltzu werden, benötigt der Kandidat eine absolute Mehrheit. In diesem Jahr greift dabei erstmals eine Neuerung, die sich als entscheidend erweisen könnte: Bisher war die absolute Mehrheit der Stimmender gesamten Nationalversammlung (Repräsentantenhaus und Senat gemeinsam) erforderlich, was Gleichzeitig wird auch eineVolksabstimmungzu der Frage durchgeführt, ob die thailändischeVerfassungvon 2017 reformiert werden soll, was auf einem separaten Wahlzettel mit ja, nein odereiner Enthaltung markiert werden kann. Ein „Ja“ wäre der Startschuss für einen Reformprozess und das Von den insgesamt rund 65 Millionen thailändischen Staatsbürgern sind etwa 53 Millionen wahlberechtigt3und dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben–entweder per Briefwahl oder imzuständigen Wahllokal. DieWählerstrukturweist auch in Thailand Bruchlinien auf, die entlang derGenerationen sowie einem Stadt-Land-Gefälle verlaufen. Während die junge, städtische Bevölkerungüberwiegend reformorientierten Kräften zuneigt, zeigen ältere Wähler und jene auf dem Land eine Länderbericht Wähler über 60 bildenmit ca. 12 Millionen einen stabilen Block, der traditionell eine hoheWahlbeteiligung aufweist und vorrangig Wert auf Sicherheit und Stabilität legt. Spannend wird dasWahlverhalten der Erstwähler sein: Die Gruppe der 18-20jährigen kommt auf ca. 3,2 bis 3,4 Millionen, sie zeigt sich weniger parteigebunden, dafür veränderungswillig mit Blick auf alte Strukturen, was sie Deren erfolgreichster Vertreter, diePeople's Party (PPLE),führt mit ca. 30-34% ungebrochen in allen Umfragen.5Sie dominiert in der urbanen Mittelschicht und bei jüngeren, reformwilligen Wählern. Dievom Shinawatra-Clan geführte, ehemalige RegierungsparteiPheu Thai (PTP)sowiedie derzeitamtierende, konservativeBhumjaithai (BJT)konkurrieren um die nachfolgenden Plätze. Dabei hat Progressiv, populistisch, konservativ–aktuelle Grundzüge derParteienlandschaft Von den 57 Parteien, die zur Wahl antreten, fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf die genanntengrößten „Player“, die sich von ihrer ideologischen Ausrichtung her in drei Lager einteilen lassen–progressiv-reformorientiert, populistisch und konservativ. Beachtung findet auch eine vierte, Die führendePeople´s Party (PPLE) ist die Nachfolgepartei der Mitte 2024 aufgelösten Move Forward Party (MFP) und der zuvor ebenfalls verbotenen Future Forward Party (FFP). Bei den Wahlen 2023 hattedie MFP mit einem beachtlichen Sieg über die etablierten Kräfte überrascht, wurde jedoch durch denvom Militär dominierten Senat an einer Regierungsbildung gehindert und durch dasVerfassungsgericht letztlich verboten.6Als PPLE wiedergeboren, führte sie die progressiv-liberale Agenda weiter und stellte die größte Oppositionspartei im Repräsentantenhaus, wo sie sich trotzGegenwinds als wichtigste politische Kraft positionieren und bis heute an ihrem reformistischen Ansatz Wenngleich mit Abstrichen–die Aura der Aufbruchstimmung hat im politischen Alltag inzwischen anGlanz verloren: Während der Regierungskrise nach Absetzung der Premierministerin verhalf die PPLEden konservativen Kräften der BJT als Minderheitsregierung ins Amt. Dies zwar im Gegenzug für Zudem wird die Reform des Majestätsbeleidigungsgesetzes, dem strengsten seiner Artweltweit, nichtmehr thematisiert, obwohl dies zu den Kernbemühungen der Vorgängerpartei gehörte. Dies iststrategisch klug und rechtlich geboten–bereits 2023 wertete das Verfassungsgericht deren erklärtes Ziel, den Majestätsbeleidigungsparagraphen 112 des Strafgesetzbuches zu reformieren, alsUmsturzbestreben und verbannte führende MFP-Mitglieder samt ihrem damaligen Vorsitzenden Pita Limjaroenrat für 10 Jahre von der politischen Bühne.7Der jetzige Anführer der PPLE, NatthaphongRuengpanyawut, gehörte damals ni