AI智能总结
Managementsummary S sie gleichermaßen. Auch mehr als die Hälfte (54 Prozent) der gesetzlich Versichertensehen eine Versorgungskoordination durch eine feste Ärztin oder einen Arzt beispiels- Patientensteuerung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den starken Anstieg derAusgaben zu dämpfen und die medizinische Versorgung zu verbessern, indem sie hilft, Wer der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen etwas entgegensetzen will, muss alsohier ansetzen. Trotz der engagierten Diskussionen bleibt bisher allerdings vage, wie die Die vorliegende Publikation soll einen ersten zu vertiefenden Beitrag zur Schließung dieserLücke leisten. Auf der Grundlage nationaler und internationaler Best Practice-Ansätze, Die auf dieser Grundlage erstellte Berechnung offenbart die enorme Dimension desThemas: Über sechs Prozent der jährlichen Gesundheitsausgaben ließen sich mithilfe Inhalt Zielgerichtet in Sektoren, Behandlung und Verhalten: Was wir unter Patientensteuerung verstehen Die Diskussion in der Fachöffentlichkeit konzentriert sich derzeit auf die ersten Schritte derPatientensteuerung, insbesondere die Ersteinschätzung vor einem Arztbesuch und die Die folgende Übersicht veranschaulicht, wo Steuerung ansetzen kann (und muss), umPatienten besser und günstiger zu versorgen: in der Steuerung zum richtigen Sektor, zur STEUERUNG ZUM RICHTIGEN SEKTOR Ziel der Steuerung ist es, die begrenzt verfügbaren Ressourcen für diejenigen Patienten ein-zusetzen, die sie wirklich benötigen; alle anderen Patienten werden einfacheren Versor- Daraus ergibt sich folgendes Zielbild: •Einem möglichen Arztbesuch geht grundsätzlich eine digitale Ersteinschätzung voraus.Patienten, die zeitnah behandelt werden müssen, erhalten über eine zentrale Plattform •Ambulante Kontrollbesuche werden nach Möglichkeit ausgesteuert und bei gutem Ver- lauf durch Remote Monitoring ersetzt. •Vor möglichen Krankenhausbesuchen wird überprüft, ob die Behandlung überhaupterforderlich ist (oder Überbehandlung stattfindet) beziehungsweise, ob sie ambulant •Notfälle werden besser als bisher an die richtige Stelle im System gesteuert. Internationale Best Practice-Lösungen bieten wertvolle Impulse und veranschaulichen Der finnische Symptom-Checker Omaolo ist ein staatlich betriebenes, webbasiertes Ersteinschät-zungssystem4, das strukturierte Fragen zu Symptomen stellt und eine klare Handlungsempfehlung In der Schweiz bieten Krankenversicherer verbilligte Tarife bei Nutzung der Ersteinschätzung an.Diese kombiniert eine digitale Symptomerfassung mit ärztlicher Konsultation per Telefon oder Video.Der Service ist rund um die Uhr verfügbar und umfasst Diagnosestellung, eRezept, Arbeitsunfähig- In Großbritannien führte das Digital Assessment Routing Tool (DART) für muskuloskelettaleBeschwerden zu einer 96-prozentigen Übereinstimmung mit klinischen Einschätzungen, 51 Prozent Weitere internationale Studien zu KI-basierten Triage-Lösungen zeigen, dass sich die Zahl unnöti-ger Notaufnahmebesuche damit um knapp 36 Prozent reduzieren lässt, die Bereitschaft zur Selbst- STEUERUNG ZUR RICHTIGEN BEHANDLUNG Im Zielbild der haus- und fachärztlichen Versorgung legt die Patientensteuerung definiertePfade fest – also wann welche Arztbesuche notwendig sind, wo man Konsile oder Fallkonfe- Daneben scheint die Bindung an eine Primärversorgungsstruktur bei längerfristigenErkrankungen, chronischen und multimorbiden Patienten sinnvoll, um den Überblick über Durch die interdisziplinäre Koordination zwischen Arztgruppen können Therapien insbe-sondere bei schwer kranken oder multimorbiden Patienten sinnvoller aufeinander abge- Gleiches gilt für die Medikamentenversorgung. Hier muss bereits bei der Verordnungdurch den behandelnden Arzt noch stärker auf die Verordnung guter kostengünstiger Alter- Ein weiterer Ansatzpunkt liegt in der besseren Steuerung des Verhaltens, um gesunde Pati-enten bei einem gesundheitserhaltenden Lebensstil zu unterstützen und kranken Patienten UMSETZUNG DER PATIENTENSTEUERUNG Die meisten Ideen zur Patientensteuerung werden schon lange diskutiert. Ihre Umsetzungwar bisher allerdings schwierig. Nach unserer Überzeugung gibt es drei Entwicklungen, die 1. Technologische Reife:Mit der Telematikinfrastruktur (TI) und der elektronischen Patien-tenakte sind wichtige technologische Voraussetzungen für eine digital unterstützte Steue- 2. Neue Art des Kundenkontakts:Bei manchen Krankenkassen nutzen bereits 35 bis 40 Pro-zent der Versicherten die allgemeine Service-App, weitere 20 bis 30 Prozent stehen über die lernen die Versorgungsangebote kennen. Wie unsere Umfrage aus dem vergangenen Jahrgezeigt hat, sind Versicherte für digitale Versorgungslösungen wie telemedizinische Bera- 3. Neue Dringlichkeit:Der Druck, neue Wege zu gehen, um die Kostenentwicklung zu begren-zen und eine bessere Versorgung zu gewährleisten, wird immer massiver. Akteure in allen Einsparungen von über 20 Milliarden Euro: Potenzial der Patientensteuerung in Deutschland Während sich d